Calendar
Februar 2012
M D M D F S S
« Okt    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  
Kategorien
Links
Archive

Kein Erstwohnsitz am Aggerufer ?

Im Bereich der Campingplätze am Fluss steht Naturschutz gegen Baubestandsschutz

von Ingo Lang,  Kölner Stadtanzeiger

Drei Behörden und ein Verband sind für das Gewässer
und seine nächste Umgebung zuständig.

Lohmar, den 27.7 07:
“Campingplätz am Ufer der Agger” - das Thema hat mehr Tiefgang als es zunächst scheint. Denn es gibt auf der einen Seite die Wasser - und Naturschutzrichtlinien, die an der Agger das Zelten erst nach fünf Metern vom Fluß entfernt zulassen. An der Sieg, einen Gewässer erster Ordnung, soger erst nach zehn Metern, erläutert Kreissprecherin  Katja Lorenzini. Auf der anderen Seite gibt es gedoch den Bestandsschutz, der schwerer wiegt als neue Verordnungen zum Uferschutz.

Stellplätze verloren

Beispiel: der Campingplatz “Am Aggerstrand” in Lohmar-Peisel. Auf seiner Visitenkarte wirbt Eigentümer Herbert Scheidt mit “Camping, Zweitwohnsitz, Adresse”. Als vor einigen Monaten im Internet sein Areal als Erstwohnsitz empfahl, rief  das den Grünen-Chef Horst Becker auf den den Plan. Er intervenierte bei der Stadt, deren Beigeordneter  Michael Hillenbrand den Hausherrn vom Agerstrand zur Ordnung rief.

  Vehement verwahrt sich Scheidt gegen die Angriffe auf sein Unternehmen, Der Platz sei bereits in den Fünfzigern fürs Campen genehmigt worden. Er selbst hat ihn 1981 übernommen .
  Im Zuge brandtechnischer Überprüfungen habe er kürzlich erst drei Saugstellen für Löschwasser am Ufer geschaffen. ” Damit sind dann drei Stellplätze weg” .

Zu den Treppen, die sich viele Aggeranrainer hinter ihrem Häuschen angelegt haben, meint er, dass sie auch der Uferbefestigung dienen. Zumindest habe das der Aggerverband verlauten lassen.
  Dessen technischer Vorstand, Lothar Scheuer, entgenete auf Anfrage amüsiert, das seien doch diese Treppchen ” die bei jedem Hochwasser weggespült werden und dann im Fluß liegen” Scheuer erläuterte Rahmenbedingungen aus Verbandssicht: Das Aggerauenprogramm sehe einen “Dynamikraum” für überschwemmungsgefährdete Uferzonen vor, die im Ideallfall frei von jeder Nutzung sein sollten. Wenn man das erst herbeiführen wolle , bedürfe es “ordnungsbehödlicher Regelungen”.
  Scheuer hält gedoch nichts davon solche Dinge mit Zwang durchzusetzen “immer schön die bestehenden Infrastrukturen berücksichtigen” rät er.   Früher habe es die Empfehlung gegen, 30 Meter Fläche vom Wasser aus frei zu halten. Er selbst sehe das jedoch nicht so eng.”Schön wenn es 30 Meter sind, aber es fuktioniert auch mit weniger”.
  Wobei der Aggerverband zwar für die Unterhaltung der Gewässer zuständig ist, aber keinerlei ordnungsrechtliche Befugnisse hat.

  Die wiederum hat die Untere Wasserbehörde beim Kreis , zuständig für den Gewasserschutz. Was an den Campingplätzen entlang des Flusses erlaub und verboten sei, werde im Flächennutzungplan festgeschrieben, erklärt deren Leiter Helmut Hoffmann. Bei den zitierten Treppen müsse geprüft werden, ob sie genehmigt seien, ob sie -wenn nicht- genehmigungsfähig seien.
  Zustände die sein Amt nicht unentwegt prüfe. Was auch Kreissprecherin  Lorenzini nach Rücksprache mit ihrer Unteren Landschaftsbehörde, zuständig für dn Naturschutz an den Ufern, betonte. ” Die ständige Überprüfung wäre eine Sisyphusarbeit. Da gebe es sicher “Altlasten” über die der Kreis nicht glücklich sei. Aber es existiere eben der Bestandsschutz.  “Auswüchsen” versuche seine Behörde entgegenzuwirken, bekundete Wasserschützer Hoffmann, bei Schwarzbauten zu Lande sei dagegen die städtische Bauaufsicht zuständig. Dort wiederum gibt es keine anhängigen Verfahren.

Fazit:
Trotz aller Treppchen -
auf den Campingplätzen an der Agger scheint nichts auszuufern.

Frauentausch: Von der Wupper an die Agger

Kölscher Jung sollte beim Dreh mehr Hochdeutsch sprechen. 

von Marcus Caris Rhein-Sieg-Rundschau

Wegen Dreharbeiten konnte Ursula Steffens nicht am Sommerfest auf dem Campingplatz “Am Aggerstrand” in Lohmar Peisel teilnehmen.
Dort treten auch die Tanzgruppen der Karnevalsgesellschaft ” Narrengilde Siegburg” auf In diesem jahr mussten die Gäste und Mitglieder auf ihre KG-Präsidentin verzichten. Auf die Frage, wo Ursula Steffens denn sei, hieß es locker:”Ja die macht gerde Frauentausch”.
  Das lässt alle unwissenden natürlich erst mal stutzen.”Ja tatsächlich Frauentausch” sagt der Ehemann Anton Steffens, der als Baumeister der KG auch für den Wagenbau zum Rosenmontagszug zuständig ist. Für zehn tage sei seine Frau jetzt weg. Dafür habe er aber eine andere Frau .
  Nämlich Annette Konrad aus Wuppertal . Da stutzt man . Denn nicht jeder kann bei der Unzahl von Fernsehsendungen und fersehsendern alles kennen. Bei RTL2 gibt es eine Serie mit dem Namen “Frauentausch”. Dafür werden je zwei interessierte Familien gesucht, in denen die Ehefrauen und Mütter bereit sind für kurze zeit das eigene Heim zu verlassen und den haushalt im jeweils anderen Heim zu führen. So einfach ist das  - oder auch nicht.  Denn jede Frau hat so ihre eigenen Vorstellungen vom Führen eines Haushalts.
  Gern werden Frauen mit gegensätzlichen Lebensbedingungen genommen. In diesem Fall: Annette Konrad wohnt an einer viel befahrenen Straße in Wuppertal. Ursula Steffens genießt gern die Ruhe auf dem Campingplatz.
  Viel darf man hier noch nicht verraten die Sendung mit  dem Konrad/Steffens Tausch wird voraussichtlich im Oktober ausgestrahlt ( 150. Sendung ).
Nur soviel, Anton Steffens spricht, wie sich das im Rheinland und als Karnevalist ohnehin gehört , natürlich einen guten Dialekt. Da habe es schon manchmal Verständigungschwierigkeiten gegeben, rein dialektal,

    Und weil die Sendung ja bundesweit über den Äther läuft, wurde Anton Steffens auch mehrfach zu sprachlicher Korrektheit aufgefordert. Das fällt natürlich dem Kölschen nicht so einfach, auch Steffens nicht. Deshalb hat das Drehteam für die lebensnahen  Dokumentar-Aufnahmen auch einen Zettel gehabt. Der wurde hinter der Kamera hochgehoben, wenn Anton Steffens mal wieder zu sehr ins Kölsch abdriftete. Auf dem Zettel , so erläutert Steffens, stand tatsächlich:” sprich deutsch!” - Hört sich an, als wenn Kölsch keine anständige Sprache wäre. Da sind Rheinländer natürlich völlig anderer Meinung. Wie die Sache letztlich ausgegangen ist, erfährt man im Oktober.

  Auf dem Campingplatz jedenfalls hatten die Gäste beim Sommerfest schon Spass Die Narrengilde lies ihre Tänzer und Tänzerinnen auftreten. Fgugend, Junioren, und aktiv Aktivshowtanzgruppe “Dance-Express” , der immer größer wird, wie KG-Pressesprecher Markus Böhm berichtet. Tanja haftmann hat die Tanzcorpsleitung in der 66 Mitglieder inklusive Senatorenriege starken KG Narrengilde.
  Die Trainerin hat im vergangenen Jahr die C-Lizenz im Bund Deutscher Karneval (BDK) gemacht. Nun wollen die Tanzgruppen im Winter die ersten Turniere besuchen und hoffen einige Titel zu holen.  

 

Gemeinsamkeit am Aggerstrand

Kölnerstadtanzeiger vom 23/24.12.2006
von Petra Römer-Westrap

Die einen genießen die Freiheit, die anderen können sich eine feste Wohnung nicht leisten

Dauercamper machen es sich auf ihre Weise zum Fest gemütlich - Treffpunkt Platz-Lokal!

Lohmar - Silvia Mittl genießt es, amSonntagmorgen in der Gastwirtschaft “Am Aggerstrand”  einzukehren. Wenn sie das Geld erübringen kann, leistet sie sich dort , mit ihrem Mann, ein Frühstück, im Kreis im Kreis anderer Dauercamper. Seit sieben Jahren hat das Ehepaar einen festen Wohnsitz auf dem Campingplatz “Am Aggerstrand” in Lohmar Peisel.
  Die paar Quadrameter Wohnfläche, die ihr Campingwagen bietet, erweiterten sich über die Jahre durch kleine Anbauten aus Holz eine schmale Küche sie nun, ebenso ein Minischlaf- und ein Miniwohnzimmer, das bis unter die Decke vollgestobft ist mit Plüschtieren und Nippesfigürchen,
  Ein Badezimmer besitzen Silvia und Manfred Mittl nicht, sie nutzen die Sanitäreinrichtungen am Platz. Auf fliesendes Wasser müssen  sie im Winter verzichten. “Wir holen das Wasser in Kanistern, man überlegt sich dann jeden Tropfen den man verbraucht”, erzählt die 56-jährige. ” Ich würde gerne in einer schönen Wohnung leben”, sagt sie leise, “das würden doch die meisten hier gerne”. Nach dem Mauerfall war sie mit ihrem Mann aus der DDR ausgereist. Sie ging putzen, er arbeite als ungelernte Kraft. Heute leben beide von Hartz IV.
  Am Frühstückstisch im Lokal “Aggerstrand” geht es an diesem Adventsonntag lebhaft zu. Die, die hier sitzenkennen sich gut, das spürt man. Dass die Eheleute Gertrud und Herbert Scheidt, die den Platz seit 1981 betreiben und auch das kleine Lokal führen, Sonntags Frühstück anbieten, schätzen die Gäste sehr.
  Für viele ist die Gaststube ein Zufluchtsort, um zu klönen und sich manchmal auch aufzuwärmen.  ” Wir sind eine Gemeinschaft” sagen dann auch die Männer und Frauen am Tisch, die überwiegend im Alter von Mitte 50 bis Mitte 60 sind. Im eigenen Wohnwagen wäre es bei den meisten Gästen zu eng.
  Beim Frühstück berichtet Silvia Mittl über Ihren Dauerclinsch mit der Arge wegen der Heizkostenerstattung. Drei tage reiche die Gasflasche für 12,50 Euro, wenn man damit den Wohnwagen rund um die Uhr beheizen wolle. Die Arge zahle zwar die monatliche Stellplatzmiete von 150 Euro, einen adäquaten Heizkostenzuschuß ver weigere man ihr aber.
  Maria und Rolf Löschmann sind nach dreieinhalb Jahren im Wohnwagen nun in eine 45 qm Wohnung gezogen, die sich in einem  Haus am Platzeingang befindet. Nach 40 Jahren auf dem bau hat Rolf Löschmann eine kleine Rente zugesprochen bekommen. Maria Löschmann ist froh, der Winterfeuchtigkeit im Wagen entflohen zu sin. Ihre drei Kinder haben sie während der Zeit als Dauercamper nicht ein einziges mal besucht. ” Das tut weh” räumt sie ein, “wir wollen nicht, dass eure Enkelkinder sehen wie ihr lebt”,hätten ihre Söhne gesagt. Weihnachten bedeutet ihr nicht viel, beim Konsum könne man nicht mithalten. Jedem ihrer Enkel hat sie fünf Eoro in ein Kuvert gesteckt.

Besser als Fernsehen

Nicht unzufrieden mit Ihrem Leben auf dem Platz sind hingegen Elfriede und Hans-Peter Bahr. Eine Zeitlang reisten sie mit einer Kirmes. Er hat nun eine feste Stelle, vielleicht wäre auch eine Wohnung finazierbar. Elfriede Bahr findet, es gehe ihnen hier nicht schlecht.
  Noch andere in der Runde haben sich nicht aus wirtschaftlicher Not, sondern aus freien Stücken für ein Lenen auf dem Platz entschieden. 
  So auch Mayk Heinermann, der mit seiner Frau und dem fünfjährigen Sohn eine Wagenburg mit fast 80 Quadratmetern bewohnt. Jahrelang unterhielten sie nebenher auch eine feste in Wahlscheid “aber da waren wir fast nie”.
Heinermann und seine Frau haben beide einen Job. Auf dem Campingplatz lieben sie die Freiheit und nicht zuletzt die Gemeinschaft, außerdem bliebe so mehr zum Leben übig. Ihr Sohn besuche einen Kindergarten in Wahlscheid und bringe slbstverständlich auch Spielkamereden mit nach Hause. 
  Am Tisch sitzt auch der 79-jährige Hans Krethen, er bezeiht Rente und auch er könnte  sich eine Wohnung leisten. “Schon seit fünf Fhrzehnten campe ich. 1961 war ich der erste , der einen Wohnwagen auf den Lohmarer Campingplatz stellte, da war ich stolz”, erinnert er sich.   Das man soviel an der frischen luft ist, gefällt ihm und auch die unkomplizierte Geselligkeit,
 ”Auf unserem Campingplatz verkehren alle in Augenhöhe, jeder kennr jeden und spricht mit jedem, egal wie viel er hat” berihten Gertrud und Herbert Scheidt. “Manchen liegt das Leben im Wagen einfach im Blut, die wären in vier festen Wänden nicht glücklich”.
Geselligkeit, werden Sie Ihren Campernauch an Heiligabend bieten, zum Essen vom heißen Stein kommen Sie dann alle zusammen.
  ” Wenn hier die richtige Clique beisammen ist, dann ist das besser als Radio und Fernsehen zusammen” meint einer aus der Runde.

 

 

Hallo Welt!

Willkommen zur deutschen Version von WordPress. Dies ist der erste Artikel. Du kannst ihn bearbeiten oder löschen. Um Spam zu vermeiden, geh doch gleich mal in den Pluginbereich und aktivier die entsprechenden Plugins. So, und nun genug geschwafelt - jetzt nichts wie ran ans Bloggen!